„Mystery Case Files: Dem Tod schlägt die Stunde“

Von Sabine Front am 27/12/2016 in Neues aus dem Teich gepostet

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Am Jahresende schaut man gern zurück und überlegt, welche Dinge oder Ereignisse einem besonders gefallen, enttäuscht oder schlichtweg berührt haben. Wir schließen uns dieser Tradition an und stellen euch die Spiele vor, die uns in diesem Jahr besonders gefallen haben. Vielleicht wecken wir in unserem persönlichen Jahresrückblick euer Interesse an Spielen, die ihr bisher noch nicht auf dem Schirm hattet. Vielleicht sind aber auch ein paar alte Bekannte dabei, die ihr gern wiedersehen und wiederspielen möchtet. Wir freuen uns natürlich auch, wenn ihr uns in den Kommentaren schreibt, welche Spiele eure Highlights des Jahres sind.

Heute möchte ich euch das Spiel vorstellen, das mir in diesem Jahr große Freude bereitet hat. Mein Jahresrückblick ist genau genommen allerdings ein Ausblick auf das kommende Jahr – zumindest für euch. Ich hatte nämlich schon das Vergnügen, das neue Mystery Case Files-Abenteuer „Dem Tod schlägt die Stunde“ zu spielen. Für diejenigen unter euch, die die Serie bereits kennen: Bald ist es soweit, das Spiel wird Ende Januar veröffentlicht! Für alle anderen, die atmosphärische Krimis mit komplexen Handlungssträngen lieben: unbedingt ausprobieren!

Wie bei allen anderen Spielen der Mystery Case Files-Reihe ist man als Master Detective im Namen der Queen unterwegs, um einen besonders heiklen Fall zu lösen. Diesmal ist ein Angstellter des Königshauses und enger Vertrauter der Königin verschollen. Der Fotograf liebte historische Orte mit spannenden Geschichten und wurde zuletzt in einer Pension gesehen, die ihre Gäste in das Viktorianische Zeitalter zurückversetzt. Telefone und andere elektronische Geräte müssen an der Rezeption beim etwas kauzigen Besitzer abgegeben werden, der einem dafür die strenge Hausordnung in die Hand drückt, die quasi den gesamten Tagesablauf plant.

Schnell stellt sich heraus, dass Pünktlichkeit und das genaue Einhalten von Zeiten in diesem Gästehaus nicht nur eine Tugend, sondern eine Pflicht sind und Verstoße hart bestraft werden. Vielleicht sogar mit dem Tod? Die Zeit ist jedenfalls ein zentrales Motiv in diesem unheimlichen Haus, dessen Mittelpunkt – wie sollte es anders sein – ein Uhrturm ist.

Die Gäste sind ein bunt zusammengewürfelter Haufen und jeder von ihnen scheint seine ganz eigenen Geheimnisse zu haben. Das Spiel ist sehr atmosphärisch, nicht nur wegen des Viktorianischen Ambientes und des an die Fenster prasselnden Regens. Ich liebe die vielen kleinen Details, wie etwa den Rückgriff auf medizinische und technische Entwicklungen dieser Zeit. Nach Wimmelbildern sucht man zum Beispiel in einem Buch über die Anatomie des menschlichen Körpers.

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Um den Fall zu lösen, muss man tief in die dunkle und tragische Vergangenheit des Hauses eintauchen. Die Handlung überrascht dabei mit unerwarteten und manchmal ziemlich düsteren Wendungen. Die interessanten Charaktere können überzeugen und die anspruchsvollen Minispiele werden jedem Steampunk-Fan das Herz höher schlagen lassen.

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Allerdings muss auch erwähnt werden, dass dieses Spiel nichts für schwache Nerven ist. Der Tod ist allgegenwärtig. Na, seid ihr schon gespannt?

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